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TU Berlin

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Blockierter Wandel? Denk- und Handlungsräume für eine nachhaltige Regionalentwicklung

Projekttitel, Mittelgeber und Laufzeit
Projekttitel
Blockierter Wandel? Denk- und Handlungsräume für eine nachhaltige Regionalentwicklung
Buchtitel
Bauriedl, Sybille / Schindler, Delia / Winkler, Mattias (Hrsg.): Blockierter Wandel? Denk- und Handlungsräume für eine nachhaltige Regionalentwicklung (ISBN-13: 978-3-86581-038-0)
Mittelgeber
BMBF Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklung“ (FONA)
Laufzeit
08/2003 - 02/2006
Web
Erläuterungen zum Projekt:

www.vorsorgendeswirtschaften.de/blockierter-wandel/index.php  

www.sozial-oekologische-forschung.org/intern/upload/literatur/Kruse-Moelders_Nachhaltigkeit.pdf 

Worum geht es?

Warum ist es so schwer, die Entwicklung von Regionen nachhaltig zu gestalten? Was blockiert die vielen Bemühungen und wie lassen sich diese Blockaden überwinden? Zu diesen Fragen hat der Forschungsverbund „Blockierter Wandel?“ in der Region Mulde-Mündung in Sachsen-Anhalt Antworten erarbeitet. Der Forschungsverbund untersuchte, warum trotz fast zehnjähriger Bemühungen um eine nachhaltige Regionalentwicklung der Prozess nur schleppend vorankommt.

Dazu wurden in den Praxisfeldern Arbeit, Wasserver- und -entsorgung, Bildung, Landschaftsnutzung sowie im Hochwasserschutz Potenziale für Nachhaltigkeit ausgemacht, die sich zwischen bestehenden dichotomen Strukturen entfalten. In diesen Zwischenräumen werden Ziele und Prozesse einer sozial-ökologischen Transformation im gemeinsamen Lernen entworfen und gestaltet.

Die Hypothese, dass dichotome Denk- und Handlungsmuster die Umsetzung des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung blockieren, wurde in sechs Teilprojekten untersucht. Die Konstellationsanalyse wurde in zwei Bereichen im Projekt angewandt: Zum einen wurde die Konstellationsanalyse im Teilprojekt „Normative Räume“ angewandt. Hier wurden mit der Konstellationsanalyse die vielfältigen regionalen Perspektiven auf die Gestaltung des Hochwasserschutzes analysiert. Dies entspricht dem Anwendungsbereich „Perspektivenvielfalt strukturieren“. Zum anderen wurde die Konstellationsanalyse angewandt, um die übergreifende Erkenntnisse aus den Teilprojekten zu integrieren.


Wie wurde die Konstellationsanalyse zur Integration von Teilprojekt-Ergebnissen angewandt?

Ziel dieses Anwendungsmodus der Konstellationsanalyse ist die Systematisierung von unterschiedlichen Wissensbeständen in interdisziplinären Forschungsprojekten auf einer Meta-Ebene, um ein von allen Forscherinnen und Forschern gemeinsames Ergebnis zu formulieren, mit dem inner- und/oder außerwissenschaftlich weiter gearbeitet werden kann. Die Konstellationsanalyse ermöglichte es, die komplexen und vielgestaltigen Teilprojekt-Ergebnisse systematisch zu sichten, sie aufeinander zu beziehen und zu teilprojektübergreifenden Ergebnissen zu kommen.

Zunächst erarbeiteten die Forscher/innen ihre Teilprojekt-Ergebnisse sowie Thesen dazu, welche ihrer Ergebnisse übergreifende Relevanz entfalten könnten. Diese Elemente wurden in einem ersten Schritt als Gesamtdarstellung nach Teilprojekten gruppiert. In einem nächsten Schritt soll die Zuordnung der Elemente zu den Teilprojekten gelöst werden, um sie übergreifenden Themen zuordnen zu können. Dazu wurden übergreifende Themen und Aspekte auf Basis der Forschungsfrage („Was blockiert in den jeweiligen Untersuchungsfeldern eine nachhaltige Entwicklung?“) definiert. Sie bilden den Rahmen der Konstellation. In der Folge wurde dieses Ordnungsmuster auf seine Eignung geprüft, indem die in der Gesamtdarstellung kartierten Elemente den sechs Themen wieder zugeordnet wurden. Dies gelang mit der überwiegenden Zahl der Elemente.

 

 

Lupe
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In diesem Arbeitsschritt zeigte sich auch, dass sich in der Mitte der Konstellation zwei Elemente-Gruppen abzeichnen, die stark von eigenen Kohärenzen zusammengehalten werden und im Folgenden als empirische Bestandteile zweier Sphären, die sich dichotom gegenüber stehen, kartiert wurden. Darauffolgend wurden die für die Konstellation charakteristischen Elemente herausgefiltert und in Relation zueinander gesetzt. Die im Zentrum der Konstellation angeordneten Bereiche wurden in einer final abgestimmten Konstellation als „hegemoniale“ und „nicht-hegemoniale Sphäre“ benannt, welche in einem Zwischenschritt jeweils als eigene Teilkonstellation herausgearbeitet wurden. Beide Sphären unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Denk- und Handlungsmuster voneinander. Sie sind durch eine hierarchisch stark asymmetrische Machtverteilung geprägt. Das Grundmuster der Kartierung wurde damit gegenüber dem vorherigen Arbeitsschritt weitgehend beibehalten.

 

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Ergebnisse der Analyse

Die Konstellationsanalyse ermöglicht im Rahmen der Integration empirisch-analytischer Teilergebnisse aus interdisziplinären Forschungsprojekten, die anfangs überbordend erscheinende Komplexität schrittweise zu reduzieren. So konnten die übergreifenden Elemente und Relationen der einzelnen Teilprojekte in einer Konstellation herausgearbeitet werden. Die grafische Darstellung erwies sich als unterstützend und klärend für den Diskussionsprozess sowie für die Reduktion der anfangs unübersichtlich erscheinenden Komplexität und des Facettenreichtums der Teilergebnisse. Die Nutzung der Konstellationsanalyse in diesem Anwendungsmodus konnte im Projekt „Blockierter Wandel? Denk- und Handlungsräume für eine nachhaltige Regionalentwicklung“ dazu beitragen, die komplexen und vielgestaltigen Teilprojekt-Ergebnisse systematisch zu sichten und sie aufeinander zu beziehen.

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