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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Eine Innovationsbiographie der Windenergie unter besonderer Berücksichtigung der Absichten und Wirkungen von Steuerungsimpulsen

Projektleitung

  • Dr. Susanne Schön

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Dr. Dörte Ohlhorst [1]

Förderung durch

Volkswagen-Stiftung

Projektbeschreibung

Der Untersuchungsgegenstand

Die Windenergie verzeichnete in Deutschland innerhalb der vergangenen fünfzehn Jahre ein rasantes Wachstum. Trotz begrenzter Fläche ist Deutschland mit Abstand weltweit die Nummer eins in der Erzeugung von Windenergie. Die Windkraft, einst Nischentechnologie für eine alternative dezentrale Energieversorgung, entwickelte sich seit Ende der 70er Jahre über mehrere Phasen mit zunehmend größer werdenden Anlagen zu einem Wirtschaftszweig mit einem jährlichen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro (2003). Damit hat die Windkraft volkswirtschaftlich relevante Größenordnungen erreicht. Mit dem Einstieg in die Nutzung von Windkraftanlagen auf See wird der Anteil der Windenergie am Stromverbrauch weiter ansteigen. Diese Entwicklung folgt dem Ziel der Bundesregierung die fossilen Energieträger schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Zielsetzung

Das Projekt hat folgende Zielsetzungen:Beschreibung eines dynamischen Innovationsprozesses am Beispiel der Windenergie: Die sich über mehrere Phasen hinweg verändernden Akteurskonstellationen sowie treibende Kräfte und charakteristische Muster sollen herausgearbeitet werden. Welche zentralen Akteure, welche Akteurskonstellationen und welche Interessen gibt es im Innovationsprozess? Welche Rolle spielen die technischen Elemente in der Konstellation? Des Weiteren wird die Innovationsbiographie der Windenergie in Deutschland mit den Entwicklungen in Dänemark, Schweden und Großbritannien verglichen.Dokumentation der sich mit der Akteurskonstellation verändernden Begründungskontexte der Windenergienutzung und der Wirkung von Steuerungsinstrumenten: Wie verändert sich über die unterschiedlichen Phasen hinweg die Auffassung davon‚ was als innovativ bzw. nachhaltig gilt? Sind Zusammenhänge zwischen der Konstellation der Akteure und der Auffassung von Innovativität erkennbar? Mit welchen Begründungen - vom Umweltschutz zum umfassenderen Ziel der Nachhaltigen Entwicklung - wird interveniert? Es soll eine Bewertung der gegenwärtigen Entwicklung in der Windenergienutzung nach den Kriterien der Nachhaltigen Entwicklung und eine Überprüfung der Wirkung umweltpolitischer und -planerischer Steuerungsinstrumente im dynamischen Innovationsprozess der Windenergie vorgenommen werden.

Die Annahmen

Das Forschungsprojekt geht von folgenden Hypothesen aus: Im Verlauf des Innovationsprozesses der Windenergie verändern sich sowohl die Akteurskonstellationen als auch die Technologieanwendung. Überprüft wird, ob und wie bestimmte Konstellationstypen mit bestimmten Techniktypen korrespondieren und sich ursprüngliche Akteurs-Allianzen zu Konkurrenzen verändern. Es wird angenommen, dass der Innovationsbegriff im Zusammenhang mit der Windenergienutzung aufgrund unterschiedlicher Normen, Ziele und Organisationsformen der beteiligten Akteure variiert. Planerische Steuerungsinstrumente ergänzen die umweltpolitische Steuerung. Vermutet wird, dass die Steuerungswirkung begrenzt ist, wenn ökonomische Interessen und Technikentwicklung einerseits und planerische und ökologische Steuerung andererseits nicht synchronisiert werden können. Weiterhin gehen wir von der Hypothese aus, dass im internationalen Vergleich bei ähnlichen Rahmenbedingungen auch ähnliche Akteurskonstellationen und Innovationsmuster zu beobachten sind.

Der interdisziplinäre Forschungsverbund

An diesem Forschungsvorhaben sind das Institut für Landschafts- und Umweltplanung der TU Berlin und das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin beteiligt. Das Vorhaben liefert Beiträge zur Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung sowie zur Umweltplanung. Politikwissenschaftler/innen, Soziologe/innen und Planungswissenschaftler/innen kooperieren über die gesamte Laufzeit des Projektes.
Wesentliche Elemente der interdisziplinären Kooperation sind ein Brückenkonzept (Konstellationsanalyse), in das die Erkenntnisse und Wissensbestände der beteiligten Disziplinen integriert werden, und themenbezogene Kolloquien. Unterstützend werden Methoden des Kooperationsmanagements für interdisziplinäre Projekte angewandt.

Die Vorgehensweise

Mit Hilfe von Ansätzen aus der Wissenschafts- und Techniksoziologie, der Politikwissenschaft sowie aus der Landschafts- und Umweltplanung soll das vielschichtige und ineinander verwobene Gefüge von Akteuren, Techniken und Zeichensystemen analytisch entwirrt und in seinem zeitlichen Ablauf verdeutlicht werden. Dazu wird eine Konstellationsanalyse durchgeführt, die gesellschaftliche Akteure und technische Elemente als aufeinander bezogene Komplexe begreift. Indem die Konstellationsanalyse auch nicht-menschlichen Elementen in der Konstellation einen Einfluss zugesteht, ermöglicht sie, neben der Rolle staatlicher Akteure, gesellschaftlicher Organisationen und Institutionen auch die Rolle der Technik mit zu betrachten. Dieser Analyseansatz soll perspektivisch dazu dienen, den Blick unterschiedlicher Disziplinen auf einen Gegenstandsbereich zu integrieren.

Sekretariat

Zentrum Technik und Gesellschaft
Sekr. HBS 1
Hardenbergstr. 16-18
D - 10623 Berlin
Tel.: +49 (0)30 314-23665
Fax: +49 (0)30 314-26917
E-Mail-Anfrage [2]
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