TU Berlin

Zentrum Technik und Gesellschaftgenderace

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genderace

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Förderung durch

Europäische Kommission

Laufzeit

2008 – 2010

Projektbeschreibung

Genderace ist ein Forschungsprojekt, das in sechs europäischen Ländern von 2008 bis 2010 durchgeführt wird. Aufgabe des Projekts ist es, die Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), hinsichtlich zweier ineinander greifender Diskriminierungsmerkmale - der ethnischen/rassistischen und geschlechtspezifischen Diskriminierung - zu evaluieren.

Zum einen geht es bei der Untersuchung um eine Situationsbeschreibung und Bestandsaufnahme nach Einführung des AGG im August 2006 in den genannten Bereichen, zum anderen um die spezifischen Auswirkungen von Diskriminierungen und die besondere Situation von Menschen, die zugleich von rassistischer/ethnischer wie geschlechtsspezifischer Diskriminierung betroffen sind. Ihre Rezeption des AGG wird im zweiten, empirischen Teil der Untersuchung Schwerpunkt sein.Im Fokus stehen dabei das intersektionelle Ineinandergreifen beider Merkmale und deren Ausgestaltung. Sie werden auf einer theoretischen wie methodischen Ebene reflektiert und - soweit möglich - weiter entwickelt.

Die Untersuchung wird hierfür in einem ersten Schritt entsprechende Fachliteratur und empirische Studien sowie vorhandene Analysen auswerten als auch eine aktuelle Medienauswertung zum öffentlichen Diskurs vornehmen. Jahresberichte sowie Untersuchungen von NGOs als auch von staatlichen wie unabhängigen Anti- Diskriminierungsstellen und Frauen/Migantinnenberatungsstellen werden ebenfalls entsprechend einbezogen. Hinzu kommen eine Dokumentation, Analyse und Auswertung von Beschwerden bei entsprechenden Stellen und rechtlichen Verfahren vor Gericht.

In einem zweiten Schritt wird es einen recht umfangreichen empirischen Teil geben. Hier sind Interviews mit den unterschiedlichen VertreterInnen aus den Beratungs- und Anlaufstellen, u.U. auch von Gewerkschaften und größeren Unternehmen sowie Interviews mit JuristInnen und vor allem mit betroffenen Menschen vorgesehen. Da Beratungsstellen und Netzwerke im föderalistischen Deutschland recht vielfältig und unterschiedlich aufgestellt sind, werden vier Regionen für eine weitergehende und genauere Analyse exemplarisch ausgewählt.

Zielsetzungen sind die spezifische Situation und auch Problematik von Menschen, die aufgrund beider Merkmale diskriminiert werden können, zu fassen und zu beschreiben und daraus Ansätze zu Verbesserungen und Handreichungen zu erarbeiten.

Das Forschungsprojekt wird neben Deutschland in Bulgarien, England, Frankreich, Schweden und Spanien durchgeführt. In Deutschland ist es an der Technischen Universität in Berlin am Zentrum für Technik und Gesellschaft mit einer zweieinhalbjährigen Laufzeit angesiedelt und endet im Juli 2010. Dr. Czarina Wilpert und Christiane Howe sind unter Mitarbeit von Judy Gummich mit der Durchführung des Projekts betraut.

Das Forschungsprojekt wurde zum 31.7.2010 abgeschlossen. GendeRace hatte zum Ziel, die Wirksamkeit von Anti-Diskriminierungsgesetzen hinsichtlich rassistischer/ethnischer Diskriminierungen unter einer geschlechtsspezifischen Perspektive zu evaluieren. Das Projekt wurde in sechs EU-Mitgliedstaaten durchgeführt und hat gezeigt, dass beim Diskriminierungsschutz deutlich nachgebessert werden muss. Zum einen existiert ein deutliches Aufklärungsdefizit über Antidiskriminierungsgesetze. Zum anderen findet sowohl auf der europäischen als auch auf der nationalen Ebene der Tatbestand der Mehrfachdiskriminierung zu wenig Beachtung. Mehr Informationen auf der Projekt-Website.

Publikationen

Abschlussbericht des Projektes (englische Version)

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