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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Innovationsbiografien der erneuerbaren Energien. Zentrale Innovationsbedingungen für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien

Projektleitung

  • Dr. Susanne Schön

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Förderung durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Projektbeschreibung

Forschungsgegenstand

Die erneuerbaren Energien in Deutschland sind stetig auf Wachstumskurs. Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Pfeiler der angestrebten Energiewende und beim Klimaschutz. Gleichzeitig wird zunehmend deutlich, dass erneuerbare Energien innovationsorientierte Entwicklungen fördern. Erneuerbare Energien haben inzwischen für die Wirtschaft und für die Technik eine große Bedeutung. Diese wird deutlich durch steigende Umsatz- und Beschäftigungszahlen sowie durch eine Technologieentwicklung, die auf effiziente Energieausnutzung und Technikinnovationen gerichtet ist. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat daher dazu aufgefordert, dieses Jahrhundert zu einem "Zeitalter der Energieinnovation" zu machen und sich dabei besonders auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu konzentrieren.

Damit stellt sich die Frage nach den wesentlichen Bedingungen und Impulsen für erfolgreiche und akzeptierte Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien. Wie entsteht ein günstiges Innovationsklima? Welche Innovationsbedingungen sind bedeutsam hinsichtlich eines weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien im Stromsektor? Welche Innovationsbedingen sind im Hinblick auf ein geplantes Instrument zur verstärkten Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt von zentraler Bedeutung?

Forschungsfragen

Im Zentrum steht die Frage nach den treibenden Kräften und Hemmnissen in den jeweiligen Phasen der Entwicklung:

  • Welche technischen Entwicklungen, welche zentralen Akteure und Akteurskoalitionen, welche politischen Strategien, Ziele und Instrumente spielen eine Rolle im Innovationsprozess?
  • Welche rechtlichen und administrativen, welche ökonomischen und sozialen Bedingungen waren und sind von Bedeutung?
  • Welche Rolle spielen Zielkonflikte zwischen Naturschutz und klimapolitischen Zielen?
  • Welche wechselseitigen Beziehungen bestehen zwischen den Einflussgrößen in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energien?


Vorgehensweise

Um diese Fragen zu beantworten, soll der Innovationsgeschichte der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in Deutschland in einer Querschnittsbetrachtung nachgegangen werden. Aufgezeigt werden die zur Stromerzeugung genutzten Energiesparten Biomasse, Fotovoltaik, Geothermie und Wasserkraft. Für die Windenergie werden die Ergebnisse aus einem bereits abgeschlossenen Forschungsvorhaben einbezogen.

Dargestellt werden der bisherige Verlauf, die Entwicklung der Nutzung der jeweiligen Technologie sowie deren Beitrag zur Energieerzeugung. Betrachtet wird ein Zeitraum von 1990 bis heute, dieser Untersuchungszeitraum wird in Phasen eingeteilt.

Für jede der identifizierten Phasen wird das Zusammenwirken der Einflussfaktoren detailliert untersucht. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen dazu dienen, Wirkungszusammenhänge zu erkennen.

Methode

Um den Innovationspfad aus gesellschaftlicher, ökologischer und technisch-ökonomischer Perspektive abbilden und interpretieren zu können, wird die Konstellationsanalyse angewandt, die als interdisziplinäres Brückenkonzept für die Technik-, Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung an der TU Berlin entwickelt wurde. Die Konstellationsanalyse ist verbunden mit dem Einsatz einer visuellen Darstellungs- und Untersuchungsmethodik und einem bewussten Wechsel zwischen verschiedenen disziplinären Perspektiven.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist durch den Einfluss und das Zusammenwirken mehrerer Faktoren bedingt. Diese Einflussfaktoren auf die Entwicklung und Nutzung der erneuerbaren Energien sind sehr heterogen und verändern sich im Innovationsverlauf.

Mit Hilfe der Konstellationsanalyse werden die verschiedenen Faktoren identifiziert und analog zur chronologischen Entwicklung der verschiedenen Energiesparten beschrieben und abgebildet. Hierzu gilt es, die umfangreichen Ergebnisse vorhandener Forschungsarbeiten zu analysieren und hinsichtlich der Einflussfaktoren übergreifend auszuwerten. Im Forschungsvorhaben wird für die Strukturierung der Einflussfaktoren eine Unterscheidung in die Bereiche Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Regulierung/Steuerung vorgenommen.

Der interdisziplinäre Forschungsverbund

An diesem Forschungsvorhaben sind das Institut für Landschafts- und Umweltplanung der TU Berlin und das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin beteiligt. Das Vorhaben liefert Beiträge zur Nachhaltigkeits- und Innovationsforschung sowie zur Umweltplanung. Politikwissenschaftler/innen, Soziologe/innen und Planungswissenschaftler/innen kooperieren über die gesamte Laufzeit des Projektes.

Zielsetzung

Ein wesentlicher Nutzen des Forschungsvorhabens liegt in der Ableitung zentraler Innovationsbedingungen, die sich fördernd auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in der Strom- und Wärmebereitstellung auswirken sollen. Soweit möglich, werden spartenübergreifend verallgemeinerbare Grundsätze abgeleitet.

Die erwarteten Ergebnisse des Forschungsvorhabens können helfen, die strategische Ausrichtung und den Einsatz der Instrumente zur Förderung der erneuerbaren Energien zielgerichtet auf die innovativen Prozesse zu lenken. Der Transfer der Erkenntnisse aus der Forschung in die Politikberatung unterstützt eine systematische Optimierung innovativer Prozesse bei der nachhaltigen Fortentwicklung der regenerativen Energiegewinnung.

Adressaten sind politische Entscheidungsträger auf Bundes- und auf Länderebene. Sie tragen Verantwortung für zentrale Weichenstellungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bringen damit auch die Innovationskraft der erneuerbaren Energien zur Entfaltung. Die Bearbeitung des Forschungsvorhabens führt darüber hinaus zur methodischen Weiterentwicklung der Konstellationsanalyse.

Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Innovationsforschung des Bundesumweltministeriums für den Bereich erneuerbarer Energien. Die Ergebnisse werden neben einem Abschlussbericht in einer Broschüre und im Internet aufbereitet.

Zusatzinformationen / Extras

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