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Zentrum Technik und GesellschaftNachhaltiger Konsum durch soziale Innovation – Konzepte und Praxis

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Nachhaltiger Konsum durch soziale Innovation – Konzepte und Praxis

Wissenschaftliche Mitarbeiter / Projektbearbeitung

Förderung durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Umweltbundesamt (UBA)

Laufzeit

1.7.2012 – 30.11.2013

Kooperationspartner

  • Institut für Sozialinnovation (ISInova) e.V., Dr. Jana Rückert-John, Dr. Jens Aderhold und Dr. René John
  • Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Dr. Gerd Scholl
  • Goethe Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink

Projektbeschreibung

Die heute in Industrieländern vorherrschenden Konsumpraxen werden mehr und mehr als Problem für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft erkannt. Seit geraumer Zeit werden darum als Lösungen verschiedene neue Organisationsformen, Dienstleistungen und Angebote diskutiert, die die Konsumgewohnheiten hin zu mehr Nachhaltigkeit verändern sollen. Solche Modelllösungen, wie z.B. neue Produkt- und Dienstleistungsmodelle oder alternative Lebensmodelle, werden aktuell unter dem Stichwort soziale Innovationen zusammengefasst. Von sozialen Innovationen wird erwartet, dass sie in spezifischer Weise auf die erkannten Probleme antworten. Gängige Bestrebungen versuchen zumeist mittels technologischer Infrastrukturimpulse, wie etwa neuer Verkehrs-, Kommunikations- oder Energietechnik, den Konsum nachhaltiger zu gestalten. Hingegen werden durch soziale Innovationen das Verhalten der KonsumentInnen und der zugrunde liegende Wertekanon direkt angesprochen. Insofern lassen soziale Innovationen auch eine stärkere Wirksamkeit von Steuerungsabsichten erwarten. Jedoch ist soziale Innovation als Teilaspekt der Debatte um Innovation bisher kein gesicherter Begriff.

Vor dem Hintergrund dieses Problemverständnisses verfolgt das Vorhaben das Ziel, Potenziale sozialer Innovationen zur umweltpolitischen Förderung des nachhaltigen Konsums systematisch zu erschließen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer anwendungsorientierten Typologie sozialer Innovationen zur Förderung des nachhaltigen Konsums insbesondere für die Umweltpolitik. Um die praktische Relevanz sozialer Innovationen für das umweltpolitische Handlungsfeld „Förderung nachhaltiger Konsum“ zu erschließen, wird das Vorhaben den Dialog mit ExpertInnen, MultiplikatorInnen und sozialen Pionieren zu ausgewählten Innovationsstrategien im Rahmen von Fachgesprächen unterstützen sowie Grundlagen für eine Anbahnung strategischer Allianzen erarbeiten. Zur Förderung und Unterstützung sozialer Innovationen in ausgewählten Konsumbereichen und Produktfeldern wird ein praxisorientierter Handlungsleitfaden erarbeitet und öffentlichkeitswirksam präsentiert.

Leitfaden

Im Projekt wurde eine Typologie für die Bandbreite sozialer Innovationen wie Bürgerenergiegenossenschaften, Repair Cafés, Urban Gardening und Crowd Funding erarbeitet. Darauf aufbauend wurden typspezifische Fördermaßnahmen formuliert, die sich an die Politik, Verwaltung, Stiftungen, Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie Bildungseinrichtungen richten. Die Ergebnisse liegen jetzt in Form eines Leitfadens vor:

Rückert-John, J./ Jaeger-Erben, M./ Schäfer, M. (2014): Soziale Innovationen im Aufwind. Ein Leitfaden zur Förderung sozialer Innovationen für nachhaltigen Konsum. Dessau: Umweltbundesamt. Download unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/soziale-innovationen-im-aufwind

Publikationen

Der Endbericht "Nachhaltiger Konsum durch soziale Innovationen - Konzepte und Praxis" ist unter https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/nachhaltiger-konsum-durch-soziale-innovationen abrufbar.

Außerdem ist erschienen:

Jaeger-Erben, M./ Rückert-John, J./ Schäfer, M. (2017): Soziale Innovationen für nachhaltigen Konsum. Wissenschaftliche Perspektiven, Strategien der Förderung und gelebte Praxis.
Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden (Innovation und Gesellschaft) - (Online hier).

Der Sammelband untersucht Potentiale innovativer Formen nachhaltigen Konsums – wie kollaborativer Konsums, Prosuming und Do-it-yourself – für nachhaltige Entwicklung aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Multiplikatoren und Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft geben einen Einblick in die gelebte Praxis sozialer Innovation.

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