TU Berlin

Zentrum Technik und GesellschaftUTB-MENA: Städtisches Mobilitätsverhalten in Großstädten der MENA-Region

ZTG Logo

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

UTB-MENA: Städtisches Mobilitätsverhalten in Großstädten der MENA-Region

Studentische Mitarbeit

Förderung durch

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit

August 2016 - August 2018

Projektbeschreibung

Zu den Auswirkungen urbaner Flächennutzung auf das Mobilitätsverhalten gibt es aus westlichen Ländern, vor allem aus Nordamerika, bereits einen großen wissenschaftlichen Literaturbestand. In Entwicklungs- und Schwellenländern findet das Thema hingegen relativ wenig Aufmerksamkeit. Insbesondere in der Region des Nahen Ostens und Nordafrika (MENA-Region) fehlt es derzeit noch an Forschung. In mehreren Ländern der MENA-Region vollzieht sich, wie auch in westlichen Ländern, eine rapide fortschreitende Urbanisierung und somit schnelle Veränderung städtischer Merkmale,  wie Kompaktheit, Dichte, Straßennetzstrukturen, Nachbarschaftseinrichtungen, urbane/regionale Zentren usw. Es ist davon auszugehen, dass auch hier einige Merkmale des Mobilitätsverhaltens einschließlich des Reisewegs, der Fahrzeit, der Wahl des Verkehrsmittels und ähnliches von diesen Veränderungen betroffen sind. 

Dieses Projekt sammelt wissenschaftliche Beweise zu diesen Zusammenhängen in der Region. Darüber hinaus werden Zusammenhänge zwischen der genannten Faktoren und der selbstständigen Entscheidung über den Wohnort und den Autobesitz untersucht. Es sollen auch Zusammenhänge mit sozio-ökonomischen Auswirkungen gefunden werden, die die Fortbewegung im urbanen Raum beeinflussen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen werden am Beispiel von drei Großstädten durchgeführt: Teheran, Istanbul und Kairo. Es gibt Anzeichen dafür, dass in dieser Region, sozio-ökonomische Faktoren für die betrachteten Zusammenhänge von größerer Bedeutung sind, als die Auswirkungen von Flächennutzung. Diese Wechselwirkungen werden auf zwei Arten untersucht: Zum einen mit Querschnittstudien über verschiedene Nachbarschaftstypen und zum anderen durch die Entwicklung mathematischer Modelle für die drei Pilotstädte. Diese Untersuchungen werden mittels historischen/deskriptiven Analysen sowie statistischer Modellierung einschließlich der linearen Regression und der Multinominalen Logit Modells (MNL) als Discrete Choice Modellierung durchgeführt. Die Charakteristika des Mobilitätsverhaltens, die in diesen Beobachtungen untersucht werden, sind Verkehrsmittelwahl, Autobesitz, Reiselänge und Verkehrserzeugung. Die Erkenntnisse über die drei Pilotstädte werden mit Unterstützung anderer  MENA-Forscher bei gemeinsamen Workshops für weitere Großstädte generalisiert. Faktoren mit Bezug zur Stadtgröße, Religion, Geographie, Klima, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln etc. werden als effektiv  in Untersuchungen zur Übertragbarkeit verwendet. Die Ergebnisse definieren genau, auf welche Städte der Region sich die Erkenntnisse übertragen lassen.  Zu den wichtigsten Projektergebnissen gehören Empfehlungen für PlanerInnen und EntscheidungsträgerInnen der Region sowie die Bereitstellung  einer wissenschaftlichen Grundlage und Datenbank für ForscherInnen aus der Region sowie numerische Modelle für zukünftige Forschung und Entwicklung. Dieses Projekt soll ermöglichen Flächennutzungs- bzw. Transportüberlegungen in ihre zukünftige Forschung und Pläne für die Region einzubeziehen.

Hier geht es zur DFG/GEPRIS Webseite.

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe