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Zentrum Technik und GesellschaftKooperationsleitfaden Wirtschaft-Wissenschaft – LA-21 - Initiativen

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Kooperationsleitfaden Wirtschaft-Wissenschaft – LA-21 - Initiativen

Wissenschaftliche Mitarbeiter / Projektbearbeitung

  • Dipl. Psych. Christin Wemheuer

Förderung durch

Umweltbundesamt

Laufzeit

1.12.2007 - 30.06.2008

Kooperationspartner

  • Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT)

Projektbeschreibung

Ausgangslage und Problemaufriss
Seit nunmehr 15 Jahren werden in Kommunen vielfältige Bemühungen unternommen, Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Gebieten zu verankern. Entsprechend der Agenda 21, dem zentralen Dokument der internationalen "Konferenz für Umwelt & Entwicklung in Rio de Janeiro" 1992, gab und gibt es vielerorts Bemühungen, anhand partizipativer Prozesse mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit relevanten Stakeholdergruppen eine gesamtstädtische "Lokale Agenda 21" zu entwickeln und mittels Leitbildern, Zielstellungen, Maßnahmenplänen und konkreten Projekten auch umzusetzen. Nach aktuellem Stand liegt in rund 2600 deutschen Städten und Gemeinden ein Beschluss zur Erstellung einer Agenda 21 vor. Mittlerweile gibt es zahlreiche Erfahrungen und Einschätzungen über die Umsetzung der Agenda 21 in verschiedenen Handlungszusammenhängen. Eine wesentliche Erkenntnis besteht darin, dass der Einbeziehung von Wissenschafts- und Wirtschaftsakteuren in den Agenda-21-Prozess seitens kommunaler und zivilgesellschaftlicher Akteure eine große Bedeutung beigemessen wird, an tatsächlichen Kooperationen aber weiterhin ein deutliches Defizit besteht. Diese Einschätzung wurde kürzlich auf dem Netzwerk-21-Kongress, im September 2007 in Berlin bestätigt.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Informations- und Kommunikationsdefiziten, Vorbehalten der jeweiligen Akteursgruppe gegenüber dem Kooperationspartner sowie unbefriedigenden Kooperationserfahrungen über fehlende institutionalisierte Kooperationsplattformen und moderierten Austausch bis hin zu konträren Zielstellungen und unvereinbaren Entwicklungsrichtungen der potenziellen Kooperationspartner.


Projektziele und angestrebte Ergebnisse
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines anschaulichen Praxis-Leitfadens, in dem Best Practice-Beispiele vorgestellt und Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Kooperationen zwischen Lokale-Agenda-21-Initiativen/ Nachhaltigkeitsinitiativen und Wissenschaft bzw. Wirtschaft formuliert werden. Aus dem vorliegenden empirischen Material werden übergreifende Schlussfolgerungen bezüglich der Motivation der einzelnen Partner für die Aufnahme von Kooperationsbeziehungen gezogen und es werden fördernde bzw. hemmende Faktoren benannt. Darauf aufbauend werden einerseits ganz praktische Empfehlungen zur Überwindung bestehender Hemmnisse (z.B. hinsichtlich der Organisation des Kooperationsprozesses und der Bereitstellung von Anreizen) formuliert und andererseits mittelfristig umsetzbare weiterführende Weichenstellungen benannt, die zur Intensivierung von Kooperationsbeziehungen mit der Wissenschaft bzw. der Wirtschaft führen können (z.B. Gestaltung entsprechender Forschungsprogramme, Stärkung intermediärer Organisationen). Schließlich wird für den Leitfaden ein Serviceteil erarbeitet, der Anlauf- und Transferstellen umfasst.

Fragestellungen
Folgende Fragenkomplexe sollen im Rahmen des Projekts im Hinblick auf die Kooperationen zwischen Wissenschaft/Wirtschaft und LA-21-Initiativen behandelt werden:

  • Motivation und Anreize bzgl. Kooperationen
  • Vorbehalte und Hemmnisse bzgl. Kooperationen
  • Unterstützende Faktoren und förderliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit
  • Mögliche Funktionen und Kooperationsformen für die Zusammenarbeit


Methodische Herangehensweise
Für die Erstellung des praxisorientierten "Kooperationsleitfadens Wirtschaft – Wissenschaft – LA-21-Initiativen" wird hauptsächlich auf Erfahrungen von Fallbeispielen erfolgreicher Kooperationen zurückgegriffen, wobei jeweils die Perspektiven der LA-21-Initiativen und der Kooperationspartner (Wissenschaft und/ oder Wirtschaft) über Leitfaden gestützte Einzelinterviews erfasst und abgeglichen werden. Mittels Fokusgruppen mit Vertretern und Vertreterinnen der interessierenden Personengruppen (LA-21, Wissenschaft, Wirtschaft) werden die Einschätzungen hinsichtlich Maßnahmen zur Überwindung bestehender Hemmnisse verdichtet. Ergänzend werden langjährig tätige Multiplikatoren intermediärer Organisationen (z.B. ICLEI, DIFU, Agenda-Transfer- Stellen) zu ihren Erfahrungen mit erfolgreichen und weniger erfolgreichen Kooperationsprozessen und entscheidenden Erfolgsfaktoren befragt.

Publikationen

Der Kooperationsleitfaden kann hier heruntergeladen werden.

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