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Zentrum Technik und GesellschaftPlanspiel "GründerinnenZeit"

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Planspiel "GründerinnenZeit"

Projektleitung

Projektbearbeitung

  • Ines Robbers (Planspiel-Management)
  • Bettina Ritter-Mamczek, Splendid Akademie (Didaktisch-methodische Expertise)

Förderung durch

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Laufzeit

Januar 2007 bis Dezember 2008

Projektbeschreibung

Ziel des Planspiel-Projekts ist die Förderung der Gründungsmotivation von Studentinnen. Das didaktisch innovative, praxisorientierte, modular aufgebaute Planspiel will die Teilnehmerinnen für die Existenzgründung als Karrierealternative sensibilisieren und ihr unternehmerisches Potenzial mobilisieren. Das Vorhaben schließt eine Lücke auf dem Gebiet der Gründungsförderung, indem es

  1. in der bislang wenig beachteten Phase der Gründungsmotivation ansetzt und so dazu beiträgt, Unternehmergeist bei Frauen zu wecken und sie für die Selbstständigkeit zu motivieren,
  2. sich speziell auf die Zielgruppe Studentinnen bezieht, um das hier brach liegende unternehmerische Potenzial zur Entfaltung zu bringen,
  3. durch die bewährte Methode des Planspiels den Teilnehmerinnen die Gelegenheit bietet, sich realitätsnah mit Existenzgründung und mit für sie relevanten Problemen und Fragen der Selbstständigkeit auseinanderzusetzen.

Das Planspiel dient also als Eingang in die Existenzgründung und regt Studentinnen dazu an, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, indem es einen praktischen und motivierenden Einblick in die Selbstständigkeit aus Sicht von Unternehmerinnen bietet. Dabei werden frauenspezifische Hindernisse und Probleme bei der Existenzgründung aufgegriffen, die es in Übungen, Rollenspielen und Simulationen zu bewältigen bzw. zu lösen gilt. Es basiert auf fünf Säulen, die den thematischen Rahmen um die verschiedenen unternehmerischen Fähigkeiten bilden:

  • Motivation
  • Persönlichkeit
  • Tätigkeiten
  • Herausforderungen
  • Unterstützung

Zu jedem der fünf Bereiche stehen Lernmodule zur Auswahl, die die besonderen Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Fragen von Gründerinnen in Blended-Learning-Veranstaltungen aufgreifen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung folgender unternehmerischer Kernkompetenzen:

  • Handlungs-, Entscheidungs-, Problemlösungsfähigkeit
  • Teamführung, Teamarbeit
  • Eigeninitiative, Selbst- und Teammotivation
  • Networking
  • Projektmanagement
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Innovatives Denken
  • Risikobereitschaft
  • Fachliches Orientierungswissen
  • Verhandlungsgeschick
  • Strategisches Denken
  • Selbst- und Fremdeinschätzung

In den einzelnen Modulen diskutieren die Teilnehmerinnen beispielsweise Eigenschaften wie unternehmerische Initiative, unternehmerisches Denken und Verhalten und setzen sich mit den unterschiedlichen Herangehens- und Wirkungsweisen von Unternehmerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen auseinander. Sie erarbeiten sich Orientierungswissen über gründungsrelevantes Know-how und Schlüsselqualifikationen für unternehmerisches Handeln. Wichtige Unternehmereigenschaften wie eigenverantwortliches Wirken, Kreativität, Kommunikation- und Verhandlungskompetenz, Teamarbeit, Eigen- und Teammotivation werden geübt.

Die Studentinnen reflektieren über Rolle, Verantwortung, Funktion, Chancen und Risiken als Unternehmerin generell sowie über ihre persönliche Eignung zur Unternehmerin. Frauenspezifische Probleme bei der Existenzgründung, zum Beispiel familiäre Verpflichtungen, Probleme bei der Kapitalbeschaffung oder geringes Selbstvertrauen in die eigenen unternehmerischen Fähigkeiten werden in Rollenspielen simuliert, Lösungsansätze in Teams erarbeitet. Hinzu kommen Erkundungen über die regionalen und überregionalen Beratungs- und Mentoring-Programme. Die Studentinnen lernen dabei, sich bei der Vielzahl der Angebote zurechtzufinden.

Die große Bedeutung von Netzwerkarbeit ist dabei ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Teilnehmerinnen lernen die Vorteile und Möglichkeiten aber auch die Grenzen und Schwierigkeiten von Netzwerken kennen und betreiben selbst aktives Networking im Gründerinnennetzwerk in Form eines Pflichtmoduls.

Praxisbezug und Transfersicherung sind wichtige Qualitätsmerkmale des Projekts und werden durch die Einbindung starker Kooperationspartner aus der Wirtschaft gewährleistet. Dabei soll ein Austausch stattfinden zwischen unternehmerischer Erfahrung seitens der Partnerfirmen und unternehmerischem Potenzial und Innovation seitens der Planspielteilnehmerinnen.

Das Planspiel stellt eine innovative Ergänzung in der deutschen Förderlandschaft für Existenzgründung dar und kooperiert eng mit anderen, bereits bestehenden Programmen und Projekten in diesem Bereich. Ziel dieser Vernetzung sind Erfahrungs- und Wissensaustausch, Transfersicherung und Weiterentwicklung, fachliche Unterstützung sowie die Ermittlung weiteren Bildungsbedarfs.

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