TU Berlin

Zentrum Technik und GesellschaftBiographien und Lebenswelten von Angehörigen großfamiliärer Strukturen

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Biographien und Lebenswelten von Angehörigen großfamiliärer Strukturen

Projektleitung

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen / Projektbearbeitung

Studentische Mitarbeiter*innen

Förderung durch

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit

Oktober 2020 – September 2023

Projektbeschreibung

Unser Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Biografien und Lebenswelten von Menschen aus „arabischsprachigen Großfamilien“. Dabei geht es darum, die Vielfalt individueller Lebensgeschichten herauszuarbeiten und zu untersuchen, wie die Lebensgeschichten in gesellschaftliche Kontexte eingebettet sind. Uns interessiert insbesondere, wie sich die Stigmatisierung als Angehöriger einer (bestimmten) Großfamilie auf die eigene Biographie, die aktuelle Lebenssituation, das soziale Umfeld und die Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe auswirken. Zudem möchten wir verstehen, welche biographischen und gesellschaftlichen Faktoren ausschlaggebend für eine Teilnahme an (oder umgekehrt: Distanz gegenüber) kriminellen Handlungen sind. Dabei interessieren uns insbesondere auch die Erfahrungen mit polizeilichen Maßnahmen und strafrechtlichen Sanktionen. Die Berichterstattung über „arabischsprachige Großfamilien“ ist meist voreingenommen und vorurteilsbehaftet. Angehörigen bestimmter Großfamilien wird meist pauschal das Etikett „kriminell“ zu sein zugeschrieben. In den Medien wird das Bild einer Parallelwelt gezeichnet, in der ganz andere Norm- und Wertvorstellungen als im Rest der Gesellschaft gelten würden. In unserem Projekt werfen wir demgegenüber einen wissenschaftlichen, d.h. unvoreingenommenen und differenzierten Blick auf die vielfältigen Lebenswelten und Biographien von Angehörigen „arabischsprachiger Großfamilien“. Als Soziolog_innen geht es uns darum, die Erlebnisse und Sichtweisen der betroffenen Familienangehörigen zu verstehen. Um das zu erreichen, führen wir Gespräche mit Menschen aus familiären Zusammenhängen, die mit dem Etikett „arabischsprachige Großfamilie“ versehen werden, um deren Sichtweisen zu erfahren. Dabei interessieren wir uns zum einen für Personen, die schon einmal mit der Strafverfolgung in Berührung gekommen sind und zum anderen für Personen, die keinen Bezug zu Kriminalität haben. Mit der Studie möchten wir dazu beitragen, den stigmatisierenden gesellschaftlichen und behördlichen Umgang mit „arabischsprachigen Großfamilien“ kritisch zu reflektieren, aber auch Ansätze zur Prävention von Kriminalität wissenschaftlich zu fundieren. Das heißt, es soll davon abgerückt werden, ganze Gruppen zu stigmatisieren und unter Generalverdacht zu stellen.

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