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Zentrum Technik und Gesellschaftginkoo – Gestaltung integrativer Innovationsprozesse: Neue institutionelle und regionale Koordinierungsformen für das nachhaltige Landmanagement

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ginkoo – Gestaltung integrativer Innovationsprozess: Neue institutionelle und regionale Koordinierungsformen für das nachhaltige Landmanagement

 

 

Teilprojektleitung

Arbeitspaket 5: Kooperation und Governance: Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer

ProjektmitarbeiterInnen

Förderung durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF/FONA)

Laufzeit

09/2014 – 08/2019

Projektpartner

Zum Verbundprojekt ginkoo gehören neben dem ZTG als wissenschaftliche Einrichtung die Humboldt-Universität zu Berlin (Verbundkoordinatorin Dr. Bettina König), das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. und die agrathaer GmbH. Als Praxispartner wirken im Verbund das Biosphärenreservat Spreewald und die Marktgesellschaft der Naturlandbetriebe mbH mit.

Projektbeschreibung

Projektziele

Gesamtverbund: Differenzierung von Märkten und Arbeitsteilung in Lebensmittelsystemen haben in der Landnutzung zu enormen Effizienzsteigerungen geführt – oft mit unerwünschten ökologischen und sozialen Nebenfolgen. Gesucht werden daher systemische Innovationen für ein nachhaltiges Landmanagement über den Produktions- und Konsumptionsprozess hinweg. Eine erste leitende Annahme der Innovationsgruppe ginkoo ist, dass Marktmechanismen und politische Rahmenbedingungen derzeit nicht selbstorganisiert zu einer Diffusion nachhaltiger Landmanagementansätze führen. Eine zweite Annahme ist, dass die Akteure entlang der Wertschöpfungsketten ein großes Potenzial an innovativen Ideen und Impulse für das nachhaltige Landmanagement einbringen, das bislang nicht ausreichend genutzt wird. Ziel von ginkoo sind Instrumente und Verfahren zur Verbesserung entsprechender Innovationsprozesse, die in einem integrierten Modell für das Management von Innovationsprozessen münden.

Zwei Fallstudien, a) mit dem ökologischen Anbauverband Naturland als sektoralen Partner und b) mit dem Biosphärenreservat Spreewald als regionalen Partner, bilden die Grundlage für konkrete Problemstellungen und vorhandene Innovationsideen. Sie dienen einer explarischen Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis in einem transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprozess.

Arbeitspaket 5 – Kooperation und Governance: Für die Entwicklung von langfristig tragfähigen Geschäftsmodellen ist elementar, wie die Akteure über die Wertschöpfungsketten hinweg und darüber hinaus Austauschbeziehungen miteinander gestalten und welche Rahmenbedingungen dies beeinflussen. AP 5 geht daher Fragen der Kooperation und Governance nach. Formen nachhaltigen Landmanagements stehen in (Markt-)Konkurrenz zu herkömmlichen Produktionsformen und -regimen, die einige Kosten und Folgeprobleme externalisieren. Ansatzpunkt und Hypothese des AP 5 ist, dass Kooperation und Governance zentrale Bestandteile eines nachhaltigen Landmanagements sind, um a) unerwünschte, nicht-nachhaltige Nebenfolgen zu internalisieren bzw. zu vermeiden und b) um den daraus entstehenden Wettbewerbsnachteil zumindest partiell aufwiegen zu können.

Ziel des Arbeitspaketes ist es, Tools und Modelle für Kooperationen und Governance-Strategien für das nachhaltige Landmanagement zu entwickeln. Dafür werden mit Blick auf Kooperationsmodelle folgende Untersuchungsfragen bearbeitet:

• Welche Partner sind an den Kooperationsmodellen beteiligt und wie werden die Kosten/ der Aufwand und die Risiken verteilt?

• Wie werden die Kooperationen gemanagt?

• Worin besteht der Mehrwert für die einzelnen Partner (z. B. Transfer von Wissen und Erfahrung, Bereitstellung von finanziellen Ressourcen, Erhöhung der Verbindlichkeit)?

• Welchen Betrag zum nachhaltigen Landmanagement ermöglichen sie?

Mit Blick auf Governance im nachhaltigen Landmanagement wird gefragt:

• Wie sind innovative Kooperationsmodelle eingebettet in übergreifende Governance-Strukturen (institutionelle Rahmenbedingungen und Akteursnetzwerke)?

• Welche institutionellen Rahmenbedingungen sind hinderlich bzw. förderlich für deren Stabilisierung? Welchen Änderungsbedarf gibt es?

Vorgehensweise

Innerhalb des Projekts ginkoo wird auf zwei Ebenen gearbeitet. Auf der ersten Ebene bilden die Fallstudien mit den Praxisakteuren das Fundament. In den wissenschaftlichen Arbeitspaketen werden Werkzeuge entwickelt, die an die Bedürfnisse der Praxisakteure im Innovationsprozess angepasst sind. Die erarbeiteten Werkzeuge werden darauf aufbauend zu tragfähigen Modellösungen integriert und direkt bei den Praxisakteuren getestet, evaluiert und validiert.

Die zweite, analytische Ebene fußt auf den Lernprozessen der ersten Ebene. Im Fokus steht die Ableitung von übertragbaren Werkzeugen für kleine und mittlere Akteure sowie für Netzwerke, um Innovationsprozesse zu managen. Aus den Werkzeugen soll ein übertragbares Innovationsmanagementmodell entwickelt werden.

Publikationen

  • Schäfer, M. (2019): Establishing ethical organic poultry production: a question of successful cooperation management? Agriculture and Human Values, (Symposium/Special Issue), pp. 1-13. DOI: 10.1007/s10460-019-09915-4

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