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TU Berlin

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Gebäudeenergieeffizienz: Das Spannungsfeld zwischen Nutzen und Aufwand (09.11.2020)

Prof. Dr. Martin Kriegel (FG Gebäudeenergiesysteme)
Moderation: Martina Schäfer


Kurzbeschreibung des Vortrags

In industrialisierten Ländern hält sich der Mensch zu etwa 90 Prozent seiner Lebenszeit in Innenräumen auf. Die Indoor Environmental Quality (IEQ) beschreibt die Qualität dieser Räume hinsichtlich des empfundenen Komforts und der gesundheitlichen Auswirkungen. Sie hängt von sechs interdisziplinären Faktoren ab: akustische, visuelle, thermodynamische, olfaktorische, hygienische und psychologische. Für sich betrachtet existieren bereits individuelle Bewertungsgrößen, wie der Mensch die jeweilige Sinnesanregung empfindet und welchen Einfluss sie auf die Gesundheit haben. Es liegt jedoch kein einheitlicher Maßstab zur Bestimmung der IEQ in Gänze zu Grunde. Somit ist es derzeit unmöglich vorauszusagen, ob sich der Raumnutzende in einem angenehmen und gesunden Umfeld aufhält / aufhalten wird.

Zum Betreiben von Gebäuden wurde in Deutschland im Jahr 2016 ca. 35 Prozent der jährlich verbrauchten Gesamtendenergiemenge benötigt. Gebäude haben somit einen entscheidenden Anteil am Gelingen der Energiewende. Der zunehmende Handlungsdruck und z.T. unzureichenden Regularien im Bauwesen führen zwar zu Energieeinsparlösungen, es wird jedoch der ursächliche Sinn eines Gebäudes regelmäßig vernachlässigt.

Gebäude sollen vor allen Dingen dazu dienen, den Nutzenden vor unbehaglichen Außenbedingungen zu schützen und ihnen ein angenehmes und gesundes Umfeld zu bieten.

Die Gebäudeenergieeffizienz wird heute ausschließlich mit dem Energiebedarf/-verbrauch von Energie zum Betreiben von Gebäuden verknüpft. Es bedarf einer neuartigen Bewertung, die allen Ansprüchen des Menschen gerecht wird.

Die dargestellte Problematik wird am Beispiel der Neubauten des Mathe- und IMOS Gebäudes der TU Berlin aufgezeigt.

 

Zur Person 

Prof. Dr.-Ing. Martin Kriegel beendete 2001 sein Diplomstudium der Gebäudetechnik an der Technischen Universität in Berlin, wo er anschließend auch seine Promotion in Gebäudetechnik absolvierte. Nach der Erlangung des Doktorgrades im Jahr 2005 war Prof. Dr. Kriegel als Projektleiter und stellvertretender Geschäftsführer in einem Ingenieurbüro tätig. Seit 2011 ist er Leiter des Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin und dort als Professor tätig. 2013 übernahm Prof. Dr. Kriegel zudem die Leitung des Instituts für Energietechnik an der Technischen Universität Berlin.

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