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Zentrum Technik und GesellschaftMethodische Ansätze

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Methodische Ansätze

Das ZTG verfügt über einen Pool von erprobten methodischen Ansätzen, die kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden. Dabei werden Einzelmethoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung so aufbereitet, dass Kooperationen mit den Ingenieur- und Naturwissenschaften, aber auch transdisziplinäre Forschung ermöglicht und unterstützt werden. Die reflexiven Schleifen in diesen Austauschprozessen tragen gleichzeitig zur Qualitätssicherung und Erhöhung der Fehlertoleranz bei. Die methodischen Ansätze lassen sich grob in drei "Familien" einteilen:

Analyse und Modellierung sozio-technischer Konstellationen

Um mit dem Problem inkompatibler Sichtweisen in interdisziplinärer Kooperation umgehen zu können, sind Modellierungsmöglichkeiten hilfreich, die den Einfluss natürlicher, technischer und diskursiver Elemente neben den im engeren Sinne sozialen Einflussfaktoren in angemessener Weise berücksichtigen. Es ist eine Spezialität des ZTG, für diese Integration über die „zwei Kulturen“ hinweg produktive Methoden zu entwickeln und praktisch zu erproben. Beispiele für entsprechende methodische Ansätze sind die Konstellationsanalyse, die GIS-basierte Darstellung von Interaktionen und die Kartierung von Wissen und Nichtwissen.

Partizipation

Am ZTG werden Methoden des Einbezugs der Kenntnisse von Praxispartnern (Stakeholder im engeren Sinne genauso wie NutzerInnen und BürgerInnen) entwickelt und erprobt, um der Komplexität sozio-technischer bzw. sozial-ökologischer Problemlagen gerecht zu werden. Hiermit wird eine breitere Wissensgrundlage für Technikentwicklungsprozesse (etwa durch Bedarfsanalysen oder den Einbezug von Nutzungspraktiken im Sinne des ‚participatory design‘), für technikbezogene Entscheidungsprozesse (etwa durch Fokus-Gruppen oder den Einsatz von Planungszellen) oder für komplexe Aushandlungs- und Regulationsprozesse (etwa durch Modelle von Mehrebenen-Governance oder ‚partizipativer Governance‘) geschaffen.

Technikgestaltung und -bewertung

Das ZTG greift die Öffnung der traditionellen Technikfolgenabschätzung hin zu einem breiteren Verständnis von Technikgestaltung auf, das gesellschaftliche Bedarfe und Problemlagen in alle Phasen des Technikgenese- und -implementationsprozesses zu integrieren versucht. Methodische Bausteine für einen solchen Ansatz sind etwa das Einbeziehen von Usabilitytests und Akzeptanzforschung bereits in die frühen Phasen der Technikentwicklung und die Abschätzung des zukünftigen Verhältnisses von technischem Potential und gesellschaftlichen Bedarfen (z.B. mit Hilfe des Einsatzes von Szenarien und sozialen Experimenten). In der Technikgestaltung spielt die Kombination und Übertragung von Innovationen eine wichtige Rolle. Damit verbunden ist ein verändertes Innovationsverständnis, das soziale und technische Innovationen als eng miteinander verwoben ansieht.

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